Urologische Gemeinschaftspraxis Augsburg
Dres. Rothamel, Nippold, Fretschner und Manski

urologen augsburg

Operative Entfernung einer Niere (Nephrektomie)

Mehrere Erkrankungen können die Notwendigkeit einer Nierenentfernung verursachen: Tumoren, Entzündungen oder funktionslose Nieren. Je nach Grunderkrankung sind unterschiedliche Operationsverfahren möglich, welche wir im folgenden vorstellen möchten.

Minimal-invasive Nierenentfernung (laparoskopische Nephrektomie)

Die minimal-invasive Operationstechnik (Laparoskopie) wird auch Schlüssellochtechnik genannt. Über sehr kleine Schnitte werden eine Kamera sowie Arbeitsinstrumente in den Bauchraum eingeführt, womit alle notwendigen Operationsschritte durchgeführt werden können. Bei Tumoren wird die Niere dann über einen kleinen "Bergeschnitt" im Ganzen entfernt. Bei gutartigen Erkrankungen kann die Niere mit einer speziellen Technik über die Arbeitshülsen ohne Erweiterung der Schnitte entfernt werden. Falls technisch möglich, ist das laparoskopische Vorgehen unser Verfahren der ersten Wahl, dies ermöglicht Ihnen eine schnelle Erholung, der stationäre Krankenhausaufenthalt beträgt ungefähr 4–6 Tage.

Offen-chirurgische Nierenentfernung

Die Nierenentfernung über einen Flankenschnitt oder Bauchschnitt ist bei großen Tumoren notwendig. Auch wenn Sie schon zahlreiche Voroperationen an der Niere oder im Bauchraum hatten, ist das offen-chirurgische Vorgehen über einen Flankenschnitt oder Bauchschnitt für Sie sicherer. Gemeinsam mit den Ärzten der Anästhesie kümmern wir uns um eine optimale Schmerztherapie während des Krankenhausaufenthalts. Wenn möglich und von Ihnen auch gewünscht, können wir Ihnen eine moderne Schmerztherapie mit Hilfe einer Periduralanästhesie anbieten (rückenmarksnahe Regionalanästhesie mit einer Medikamentenpumpe). Die Dauer des Krankenhausaufenthalt beträgt ungefähr 6–8 Tage.

Ein weiterer wichtiger Faktor für ein gutes Operationsergebnis ist ein erfahrener Operateur. Alle Operateure dieser Gemeinschaftspraxis haben durch ihre jahrzehntelange Operationserfahrung eine überdurchschnittliche Expertise. Anhand der CT-Untersuchung kann vor der Operation schon eingeschätzt werden, ob ein minimal-invasives Vorgehen möglich ist oder eine Schnittoperation geplant werden sollte. Wir beraten Sie gerne. Termine erhalten Sie über die Telefonnummer 08 21 / 51 22 00 oder über unseren Online-Terminplaner.

Was ist nach einer Nierenentfernung zu beachten?

Noch am selben Abend dürfen Sie aufstehen, dies ist auch für die Vermeidung einer Thrombose wichtig. Der während der Operation gelegte Harnblasenkatheter wird am Folgetag entfernt. Bis zur Erholung der Darmfunktion erhalten Sie nach der Operation zunächst nur eine leichte Kost für 1–3 Tage. Falls eine Wunddrainage gelegt wurde, kann sie nach 2-3 Tagen entfernt werden.

Bei einer Tumorerkrankung haben Sie Anspruch auf eine Anschlussheilbehandlung, welche wir für Sie noch während Ihres stationären Aufenthalt planen werden. Die weitere Betreuung und Tumornachsorgen findet in unserer Praxis oder bei Ihrem zuweisenden Urologen statt.

Nach einer Nierenentfernung aufgrund eines Tumors kommt es zu einer verstärkten Belastung der anderen Niere, welche nun alleine die "Blutreinigungsfunktion" übernehmen muss. Es ist zu erwarten, dass die Nierenwerte (insbesondere das Kreatinin) etwas ansteigen werden. Mit folgenden Maßnahmen können Sie den Anpassungsprozess in Ihrem Körper unterstützen: